nicht wirklich anders

Geschrieben von G.Hannich am 19.11.2006 08:09:00:

Mophistopheles:
Mophistopheles:
>Hallo,
>ich habe miterlebt wie in den vergangenen 6 Jahren ganze Strassenzüge von Altbauten die 600 Jahre alt sind und älter und sehr gut erhalten in einer süddeutschen Grenzstadt liegen - von amerkanischen Investoren aufgekauft wurden.
>Die Häuser sind seit 600 Jahren unverändert.
>Das liegt auch daran dass die Stadt in den letzten Jahrhunderten bettelarm war.
>Bekanntlich ist Armut der beste Konservator.
>Hätten die Menschen mehr Geld gehabt, hätten sie vielleicht alle 10 Jahre ihre Häuser abbrechen und neu bauen wollen.
>So wurde historische Bausubstanz erhalten.
>Dabei wurden gigantische Summen von Amerikanern bezahlt.
>In der Tat herrscht in dieser schmucken Stadt, die von allen Kriegen seit 600 Jahren verschont blieb gravierende WOHNUNGSNOT.
>Jedes Jahr wächst die Bevölkerung konstant um einige Hundert Menschen und ein Abbruch des Wachstums ist nicht absehbar(bis 2020).
>Neuer Wohnungsraum wird aber nicht geschaffen, da kein Geld.
>Investieren die Amerikaner in Kultur? - oder pures Profitdenken?
>Oder warum kaufen sie wie wild süddeutsche Immos?
>Obwohl sie hier nicht wohnen, sondern tausende von Meilen away residieren und die Wohnungen an Deutsche vermieten.
>Steuerliche Aspekte?
>Süddeutschland ist nicht Nord-Ost-Deutschland.
>mophistopheles
>
G.Hannich:
>>Wie könnten die Herren Oligarchen vorgehen, wenn sie ein Stück Weltwirtschaft erbauen wollen und dabei ihre Macht und ihren Reichtum überproportional steigern wollen? Ganz einfach: sie benutzen die Mittel von heute, um die Machtmittel von morgen zu kaufen. Also machen sie Schulden in den heutigen Währungen, um mit übermächtiger Finanzkraft die strategischen Ressourcen für die Zukunft in ihren Besitz zu bringen. Ist dies vollbracht, so werden sie den Zusammenbruch des Finanzsystems ruhig erwarten bzw. ihn sogar noch vorantreiben. Ist das halbwegs eindeutig? Das Papierzeug wird irgendwann einmal nicht mehr gebraucht und einer Entwertung unterzogen. Was wird vermutlich seinen Wert behalten? Die Dinge, die die Oligarchen besitzen - und das sind: Sachwerte, Produktionsanlagen, Beziehungen. Eine solche grobe dreiteilige Vermögensstruktur kann der Kleinbürger auch entwickeln. Wichtig ist nur, damit begonnen zu haben, bevor die Medien den Crash oder die große Reform(5) verkündet haben.

Das Faultier


>>Da sind aber einige Denkfehler dahinter. Noch viel effektiver kann ein Oligarch in Besitz der Realgüter kommen, wenn zuvor die Preise dieser kräftig in einer dEflation verfallen und er dann billigst alles aufkaufen kann.
>>So war es auch in den 30er Jahren - reich war später der, der Mitten in der Deflation billigst mit verfügbaren Mitteln alles aufkaufen konnte.
>>Heute sind im Gegensatz dazu insbesondetre Immobilien durch jahrzehntelange Spekulation maßlos überteuert. Die Krisen der Immobilienfonds der letzten Jahre belegt das schon aufs deutliche. Auch private Verkäufe können heute oft nur noch zu einem Bruchteil des Preises getätigt werden wie zu Kaufzeiten.
>>Dazu kommt noch ein fAktor den Faultier vollkommen unterschlägt:
>>Eine Immobilie ist wie der Name schon sagt "immobiles", also nciht bewegliches Vermögen. Was eignet sich besser als immobiles Vermögen für eine immer stärker steigende Besteuerung?
>>Je mehr dem Staat das Wasser bis zum Hals steht, umso mehr wird er die sTeuern erhöhen und dort abschöpfen wo noch was zu holen ist. Geldvermögen kann dem ausweichen - immobiles Vermögen nicht. Dazu kommt, daß gerade dort wo Immobilienvermögen da ist häufig auch noch was zu holen ist.
>>Meiner Ansicht nach sind massive, unbezahlbare Immobilien- und Grundsteuern nur noch eine Frage der Zeit.
>>Kommt das, dann werden die Preise nur noch so purzeln - wer will sich schon freiwillig so einen Kostenklotz ans Bein binden?
>>Gruß

>


Von "wie wild" kann wohl nicht die Rede sein. Ich selber kenne genug Beispiele, wo Immobilien in Süddeutschland gar nicht verkaufbar sind - oder nur zu extremen Preisnachlässen von bis zu 75%.
Wären es tatsächlich "gigantische Summe" die da von Ausländern hineinfließen würden, dann dürften ja die Immobilienpreise nicht immer weiter verfallen.
Ich denke, hier wird teilweise maßlos von den Medien übertrieben.
Und insgesamt gibt es allenfalls in den Städten einen Zuwachs an Bevölkerung


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