Re: von der Crashtheorie zur Überlebenspraxis

Geschrieben von prevensor am 19.11.2006 11:11:00:

Hallo Faultier,
auch ich bin vor einigen Wochen als Resultat meiner Überlegungen zu den selben Schlüssen gekommen, wie du sie dargelegt hast. Es gibt erst dann einen Crash oder etwas ähnliches, wenn die Oligarchie alles unter Kontrolle gebracht hat. Erst dann wird unser heutiges System fallen gelassen.
Der Weg dorthin ist sicher für viele sehr schmerzhaft, da auch der pleitegegangene Staat noch kräftig mitmischt und über Gebühr gerade die Eigenheimbesitzer abzockt. Da hat Hannich schon recht, wenn er sagt, dass es schwierig sein wird, bei rückläufigen Löhnen, steigenden Zinsen und steigenden Belastungen das EH zu erhalten. Hier braucht es ca. noch ein geldwertes Eigenkapital von 200-300 tausend um die nächsten 20 Jahre seinen Standard mit dem Eigenheim zu halten. Das ist mal das Problem. Da bin ich auch drübergefallen.
Andererseits muss immer ein Vergleich gemacht werden zwischen einer selbstgenutzten,abbezahlten Immo und dem Leben in einer Mietwohnung. Wenn nun die Gebühren auf eine Immo steigen, dann spüren das vorher und in voller Länge natürlich die Mieter über die höhere Nebenkostenabrechnung. Der Eigenheimbesitzer kann da noch etwas strecken, da er keine Miete bezahlt. Somit greift der Hannich´sche Einwand nicht wirklich als negativum für Immos.
Gerade das Eigentumsrecht ist in unseren Breiten ein sehr starkes Recht, das auch dann, oder gerade deshalb überleben wird, wenn die Oligarchen ihre Sachwert-Übernahme und Kontrolle abgeschlossen haben und unser heutiges System fallen gelassen wird. Dieses Recht bleibt bestehen, auch wenn sonst fast kein Stein mehr auf dem andern bleibt.
Ich gehe jetzt noch etwas weiter und behaupte, auch Aktien, die ja eine Firmenbeteiligung darstellen, werden eine hervorragende Anlagemöglichkeit darstellen, da die übernommenen Sachwerte durch einige große, weltüberspannende Firmenkonstrukte verwaltet und vermarktet werden.
Aber eines muss klar sein, der Weg dorthin wird steinig und wird, wie es an der Börse so schön heißt, der Weg des größten Schmerzes sein.
Grüsse



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