Re: am Anfang: erste Versuche, das Problem zu beschreiben

Geschrieben von Seriola am 19.11.2006 14:51:00:

Faultier:
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Zunächst möchte ich einmal die bisher offensichtlichen Nachteile einer Investition in deutsche Immobilien zusammenfassen:

  • Niedergang des mitteleuropäischen Wirtschaftsstandortes. Kapital ist abgewandert, Unternehmen verlieren im internationalen Wettbewerb, zahlungs- u. leistungsfähige Menschen wandern ab, Trend der Verslumung,
  • Finanznot der Bevölkerung und Überangebot an Immobilien führen zum weiteren Preisverfall.
  • Immobilien sind schwer zu verkaufen bzw, zu vermarkten,
  • Gefahr der übermäßigen Besteuerung und Enteignung aufgrund der finanziellen Interessen des Staates und seiner Kostgänger
  • Gefahren aufgrund von Umweltzerstörung, Bevölkerungsschwund, gewaltsamer Auseinandersetzungen usw., die unkalkulierbare Kosten verursachen können, die eine Nutzung der Immobilie erschweren, unmöglich machen oder sie völlig zerstören.

Folgerichtig sind jetzt folgende Fragen zu stellen:

  1. Wie hoch sollte der Anteil von Immobilienbesitz am Gesamtvermögen sein? Hier ist schon zu differenzieren: Acker, Wald, Infrastruktur, Gewerbeobjekte, Mietshäuser, selbst genutztes Wohnhaus,
  2. Wie muß ich meine Immobilien bewirtschaften, um trotz der genannten Nachteile wirtschaftlich zu überleben? Es sind also neue Vermarktungsstrategien gefragt.
  3. Wie könnte ein Notfallplan aussehen? Möglicherweise ist ein sofortiger vollständiger Ausstieg aus den Immobilien notwendig.

Möglicherweise finden sich schon einige gute Ideen, wenn man versucht, von den Leuten zu lernen, die zur Zeit die Filetstücke weltweit zusammenkaufen. Wir stehen ja noch ganz am Anfang aller Analysen. Wir hatten hier schon einmal begonnen, ein kniffliges Immobilienproblen zu diskutieren. vgl.: ../7098.htm - vielleicht sollten wir das einmal zu Ende bringen? Weiterhin bin ich gerade am Überlegen, ob ich mir noch ein nettes Problemobjekt aufhalse, wenn ja, dann werde ich die Situation hier einmal beschreiben.

Das Faultier


"Wie muß ich meine Immobilien bewirtschaften, um trotz der genannten Nachteile wirtschaftlich zu überleben? Es sind also neue Vermarktungsstrategien gefragt."
Darin liegt die Kunst. Sicher gibt es da noch individuelle Möglichkeiten, die mit zunehmender Verarmung jedoch schwinden. Im Crash-Fall blieben wahrscheinlich tatsächlich nur noch die von dec24us genannten Alternativen.
Ich kenne eine Gruppe von Leuten die mit großen Plänen und entsprechenden Enthusiasmus bei Oranienburg ein solches Projekt vorbildlich aufgezogen haben.
Die Zahlungsfähigen Kunden und geplanten Projekte blieben jedoch weitgehend aus. Viel Geld und Arbeit umsonst.
Bei Betrachtung der Immobilienpreise fällt es mir tatsächlich schwer an echte Inflation zu glauben. Das Obkjekt in dem ich z.Z. lebe hat in den letzten 15 Jahren ca. 2/3 Wert verloren. Ca. 12% Leerstand und nochmal ca. gleichviel Verkaufwillige, die jedoch quasi keine Kaufinteressenten finden.
Ringsum Exodus, Pleiten, Verarmung, Bandenbildung, Fehlplanungen, Leerstände, Endzeitarchitektur...
Mieten und Nebenkosten steigen aber immer noch.
???



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