Re: Absicherung; Enteignungsgesetz, ...ich bewundere das Faultier!!

Geschrieben von erzsyger am 21.11.2006 21:12:00:

Ab 2007 erhöht man uns die Müllentsorgungsgebühren um 20% und die Wasser/Kanalgebühren um 30% schrittweise in den kommenden 3 Jahren.
erzsyger

Faultier:
>
>G.Hannich:

Dazu kommt noch ein Faktor den Faultier vollkommen unterschlägt:
>Eine Immobilie ist wie der Name schon sagt "immobiles", also nicht bewegliches Vermögen. Was eignet sich besser als immobiles Vermögen für eine immer stärker steigende Besteuerung?
>Je mehr dem Staat das Wasser bis zum Hals steht, umso mehr wird er die Steuern erhöhen und dort abschöpfen wo noch was zu holen ist. Geldvermögen kann dem ausweichen - immobiles Vermögen nicht. Dazu kommt, daß gerade dort wo Immobilienvermögen da ist häufig auch noch was zu holen ist.
>Meiner Ansicht nach sind massive, unbezahlbare Immobilien- und Grundsteuern nur noch eine Frage der Zeit.
>Kommt das, dann werden die Preise nur noch so purzeln - wer will sich schon freiwillig so einen Kostenklotz ans Bein binden?

Mephistopheles:

Das halte ich durchaus für ein realistisches und bedenkenswertes Szenario.
>Wie sicherst du (Faultier)dich dagegen ab?
>Wie sichert sich Herr Hannich ab?

Faultier:

Gegen Gewalt in Form einer Enteignung über Besteuerung kann man sich kaum absichern. Man kann die Immobilien ja nicht verstecken. Zur Zeit sieht es bei mir so aus, daß ich bei einer Enteignung meiner Immobilien ca. 35% meines Vermögens verlieren würde. Eine 30%-ige Immo-Sondersteuer würde mich rund 10% meines Vermögens kosten. Ich würde unter großem Groll(1) zahlen. Vielleicht mache ich mir einmal Gedanken über eine Extra-Rücklage, die ich jetzt schon steuerlich geltend mache.

Allerdings kenne ich aus der Vergangenheit noch ein gutes Prinzip, um Gewaltakte zu verhindern: jederzeit bereit und fähig zu sein, auf Aggressionen mit einem vernichtenden Gegenschlag zu reagieren, und zwar sofort und ohne Kompromiß. Dies würde bedeuten, einmal die begehrte Immobilie zu zerstören ( evtl. unter Mitnahme der Versicherungssumme ) und die dies betreibenden Politiker mit den noch zur Verfügung stehenden rechtsstaatlichen Mitteln persönlich zu vernichten. Dies dürfte ja schon in einem ersten Anlauf recht gut gehen, indem man einmal recherchieren läßt, gegen welche Gesetze diese Leute verstoßen haben, was sie so an unmoralischen Dingen betreiben und wie deren Privatleben aussieht.
>- Normalerweise sagt man solche Dinge ja nicht, sondern man macht es bei Bedarf. Hier kann ich aber einmal von diesem opportunistischen Prinzip abweichen. Ich denke nämlich, daß es durchaus sinnvoll ist, solche Gedanken vielen Immobilienbesitzern zu unterbreiten. Somit liegt dann eine Option in der Luft, die da lautet: große Brandkatastrophe im D-Land und großes Köpferollen nach Verabschiedung eines Enteignungsgesetzes. Ich seh schon die Schlagzeilen der ausländischen Presse vor mir :)


>

Interessant wäre es auch einmal die Interessenlage und die Psyche der Hausbesitzer zu analysieren. Da hätten wir also die ausländischen Investoren, die sich sehr bestimmt nicht von deutschen Politikern enteignen lassen. Die werden solchen Druck machen(2), daß die Koalies schnellstens einlenken. Da wären dann noch die Geschäftsleute, die sicher bereit wären, schon vor ihrer Enteignung zu drastischen Maßnahmen(3) zu greifen. Letztens haben wir noch die kleinen bodenständigen Hausbesitzer(4), für die eine Trennung von ihrem Haus und Grund den Tod gleichkommt. Die werden sicher ausrasten. Da wird mancher Politiker es nicht mehr wagen Berlin zu verlassen. Dort bleiben geht aber auch nicht, wegen der vielen bösen berliner Hausbesitzer.


>

Fazit:
>In naher Zukunft ist eine Immo- Sondersteuer wegen des unklaren Kräfteverhältnisses und unklarer Auswirkungen nicht machbar. Es sei aber dringend empfohlen, sich darauf vorzubereiten!

Herr Hannich ist auf den Sondersteuer - Enteignungsfall sicher bestens vorbereitet, denn er investiert sein gesamtes Vermögen ständig in die Recherchen für sein jeweils neuestes Buch. Seine Einnahmen gehen entsprechend kluger betriebswirtschaftlicher Deklaration sofort zur Deckung der Betriebskosten drauf und es verbleibt als persönliches Einkommen genau der lebensnotwendigste Betrag, der steuerfrei ist. Das Sahnehäubchen besteht vielleicht darin, daß er sich jedes Jahr einige Cent zuviel gezahlter Zinsabschlagsteuer erstatten lässt.

Das Faultier


>
>Anmerkungen:
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>

( 1 ) großer Groll:
>mehr bleibt dem deutschen Immobilienbesitzer nämlich nicht, da diese Gruppe in relativer Unterzahl ist. Leider gibt es auch keine Partei, die die Interessen derer vertritt, die ein relativ kleines und ehrlich betriebenes Geschäft auf der Basis von Eigenkapital haben. Einziger Anknüpfungspunkt ist die Lobby der Baubranche, die wiederum recht gut mit den Bankern und der Kommunalpolitik verflochten ist. Dies werden die Koalies schon beachten, denn sie wollen nicht, daß all ihre eigenen Projekte ständig torpediert werden.
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>

( 2 ) Druck machen:
>Vielleicht muß dann die Kanzlerin beim Präsidenten in Übersee antreten. Vielleicht denkt auch nur mal ein Freund etwas lauter darüber nach, seine Preispolitik in Sachen Heizmaterial etwas zu straffen. So findet allzu dreiste Abkassierermentalität quasi ihre natürliche Grenze im Osten :))
>Auch dies würde sicher von einigen spöttischen Kommentaren von Seiten der ausländischen Presse begleitet.
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>

( 3 ) drastische Maßnahmen:
>Bisher war es ja hierzulande so, daß die Geschäftsleute nur mit dem Abbau von Arbeitsplätzen zu winken brauchten, um allzu schädliche politische Eingriffe zu neutralisieren. Ich bin aber der Meinung, daß z.B. ein berliner Bordellbesitzer da noch etwas weiter zu gehen bereit wäre, wenn ihm da einige Leute eine Sondersteuer aufdrücken wollen. Dies würde sicher ein atemberaubendes Medienereignis werden.
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>

( 4 ) bodenständige Hausbesitzer:
>Repräsentativ dafür möchte ich die bayrischen Bauern nennen. Der wird nicht Immo-Sonderbesteuert! Jedenfalls nicht von Berlin aus. Dann eher schon die berliner Zweitwohnungsbesitzer in Bayern :))
>Waren es nicht die Bayern, die diese Zweitwohnunssteuer erfunden haben?
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