Re: Gäbe es ein (Geld-)System ohne Menschen?

Geschrieben von Gerwedo am 21.11.2006 11:19:00:

Oldy:
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Gerwedo:
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G.Hannich:
>>Wenn Ihnen die Meinung oder Handlung von irgendjemand (Sei es Journalist, Politiker, Privatperson, Regierung, Medienorgan, Konzern, Partei oder sonstige Organisation) nicht passt, nennen sie ihn doch einfach beim Namen. So schwer ist Recherche doch gar nicht. Wir haben keine Weltdiktatur in der alles vorherbestimmt ist. Oder gehts darum in Rentnermanier einfach auf die pöse pöse neue Welt zu schimpfen? Wenn man nix zu tun hat und einem niemand zuhört, schimpft man wohl immer auf die "Welt" und die "Gesellschaft". Wer auch immer das ist.
>>>
>>>Und was, wenn es gar nicht um einzelne Personen, sonder um ein ganzes System, um eine Ideologie geht?
>>>Der Kapitalismus/Kommunismus/Feminismus kann man doch nicht an irgendwelchen Personen festmachen - Personen sind vollkommen austauschbar - es geht um die Grundmechanismen die dahinterstehen!
>>>Insofern lenkt es vollkommen vom Problem ab, wenn man so tut als ob nur der/die bestimmte Person an allem Schuld wäre, statt die Gesamtmechanismen bloßzustellen.

>>

>>Es sind immer Menschen, die dahinter stehen. Wenn sie etwas ändern wollen, dann halten sie den Idioten ihren Spiegel vor, bis sich kein Schreiberling mehr traut, den Mist seiner Geldgeber tatsächlich zu veröffentlichen. Man kann nicht gegen ein System kämpfen. Ein System existiert nur weil es von bestimmten Leuten gewollt und unterstützt wird. Wir wissen doch wie die Dinge stehen. Es gibt Statistiken über Reichtumsverteilung, nicht zuletzt durch die staatlichen Steuerakten. Dazu die Forbes Liste für Amerika und die aus dem Manager Magazin für Deutschland. Wir kennen die BSPs von Staaten und den Umsatz von Konzernen. Auch Stiftungen können ihre Vermögen nicht ganz verschleiern.
>>Wir wissen in welchen Aufsichtsräten ein Friedrich Merz sitzt und welcher Ideenschmiede welche Spiegel-Autoren huldigen. Wenn sie Kritik haben, gehen sie damit zu den Verantwortlichen. Was bringts wenn wir uns hier im Forum gegenseitig zujammern wie schlecht die Welt doch ist?
>>-Wedo
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>Oldy $$$
> Ihr habt beide recht und dennoch unrecht. Was hilft es, wenn man Namen nennt, wie es Wedo möchte? Was hilft es, wenn man das System bekämpft, wie es Günter seit Jahren tut. Man kämpft dabei wie Don Quichotte gegen Windmühlen.
>Wir dürfen nicht dabei bleiben gegen etwas oder gegen jemand zu kämpfen, wir müssen FÜR etwas kämpfen. Für alternatives Freigeld, nicht gegen das uralte Monopolgeld.
>FÜR die Freiheit, nicht gegen den Staat. FÜR freie Konkurrenz, nicht gegen die globalen Monopole. Wenn wir in diesem Sinn unsere Grundeinstellung ändern, wird niemand uns stoppen können. Auch nicht die rote und schwarze Garde vor Mammons Thron. Die sozialistischen und christlichsozialen Parteien.
>Ich sehe mit Freude, wie die Freigeldaktivisten immer bessere Methoden entwickeln, um alternatives Freigeld einzuführen und Fehler, die bisher gemacht wirden zu verbessern. Fehler, die reine Theoretiker natürlich nicht gemacht haben und deshalb auch nicht erkennen und verbessern können.
>Sie werden so ewig steril bleiben, während die Aktivisten fast wöchentlich neue zielführende neue Methoden entwickeln. Gerade vor zwei Wochen entstand die Idee der Rheingoldeinkaufsbummel. Damit wird eine Menge Rheingold in Umlauf kommen. Und andere Freigeldinitiativen werden dem Beispiel folgen.


Natürlich entscheidet es sich am Ende daran wie es in der Praxis umgesetzt wird.
Mir gehts nur um Hannichs undifferenzierte Kritik an dem was Leute (Seien es die Matriarchistinnen unter den Feministinnen, die Becksteins und Schilys oder die Schreiberlinge, die auf der Gehaltsliste der Bertelsmann Stiftung stehen) heute so alles fordern und behaupten, ohne sie direkt zu benennen, sondern es als Zeitgeist darzustellen. Eine schöne Selbsterfüllende Prophezeihung.
-Wedo



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