Re: Irre, alles vom Amokschüler wurde gelöscht

Geschrieben von basti24 am 23.11.2006 00:55:00:

undecided:
>
basti24:
>
wool242:
>Selbst hier nichts mehr zu entdecken...oder habe ich nur zu schnell aufgegeben?
>>>Wahnsinn!
>>>DaWool
>>

>>
>>Find ich aber ehrlichgesagt auch ganz gut. Wer weiss wieviele kranke es noch gibt, die unzufrieden mit ihrem leben sind und das als anleitung zum nachahmen verwenden anstatt selbt ihr leben zu ändern. der vater staat ist nicht immer schuld wen einem was nicht gefällt, außerdem kann jeder auswandern.
>

>Auch wenn man auswandert, landet man mit >= 95% wieder in einem kapitalistischen Land. Das "System" ist mittlerweile weltumspannend, darum leben wir ja auch im "Globalisierungszeitalter", gell?
>Die Spielräume zur Veränderung sind dank dieses Systems für 80% der Menschen inzwischen sehr eng gezogen - "ohne Moos nix los."
>Gewalt aus einem Gefühl totaler Ohnmacht heraus kann auch ich nicht gutheissen, aber sehr wohl verstehen.
>Übrigens: jene Art von Informationsunterdrückung ist im Internetzeitalter völlig sinnlos. Es braucht nur irgendjemand auf dem Planeten 10 sec vor Löschung einen Screenshot zu machen und weiterzuverteilen, und die Wahrheit verschwindet nie aus dem Netz. Warum wohl haben die Mächtigen dieser Erde soviel Angst vor dem Netz?
>Seltsame Ironie: der Kapitalismus selber bringt jene Erfindungen hervor, die massgeblich zu seiner Überwindung beitragen. Wohl der schlagendste Beweis dafür, dass dieses System geisteskrak ist ;-).
>Gruss, u.


Diese Schwarz-Weiss Malerei lehne ich ab. Prinzipiell ist doch jeder für sein eigenes Leben verantwortlich. Mit einem anderen System muss nicht plötzlich jemand der jetzt unzufrieden ist ein supertolles leben haben. Dann wird eben die Leistungskomponente durch Korruption und Seilschaften ersetzt. Letztlich hat man selbst mehr Einfluss als irgendein System. Aber das ist natürlich Ansichtssache und nicht Gegenstand einer Argumentation.
Zum Thema Zensur: Man muss auch mal die Perspektive ändern und darf den "Vater" Staat nicht immer nur so sehen, als hätte der nix tolleres zu tun, als Leute auszuspionieren, zu drangsaliern und zu überwachen. Das ist blödsinn.
Man stelle sich vor 2 Wochen nach der Tat ahm einer das ganze nach und bedient sich dabei des Vorbilds, möglicher positiver Reaktionen in Foren, oder sonstigen Informationen zur Waffenbeschaffung, oder Rechtfertigungsversuchen. Wenn dann wieder unschuldige ums Leben kommen (das ist ja das Schlimme daran) fragen sich deren Angehörige sicher, warum in den Foren, in denen schon der erste Amoklauf angekündigt wurde, fleissig weiterdiskutiert wurde. Dann wird nämlich wieder nach Vater Staat gerufen, und warum der sich nicht besser gekümmert hat. Natürlich kann man nichts garantieren, aber ich sehe da durchaus die Motivation der Zensur einzig als positive Absicht und Schutzabsicht und möglicherweise noch eigene Absicherung und nicht als irgendwelche pseudo-maßnahmen um die bürger zu ärgern.



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