Re: Irre, alles vom Amokschüler wurde gelöscht

Geschrieben von undecided am 23.11.2006 04:18:00:

basti24:
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undecided:
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basti24:
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wool242:
>Selbst hier nichts mehr zu entdecken...oder habe ich nur zu schnell aufgegeben?
>>>>Wahnsinn!
>>>>DaWool
>>>

>>>
>>>Find ich aber ehrlichgesagt auch ganz gut. Wer weiss wieviele kranke es noch gibt, die unzufrieden mit ihrem leben sind und das als anleitung zum nachahmen verwenden anstatt selbt ihr leben zu ändern. der vater staat ist nicht immer schuld wen einem was nicht gefällt, außerdem kann jeder auswandern.
>>

>>Auch wenn man auswandert, landet man mit >= 95% wieder in einem kapitalistischen Land. Das "System" ist mittlerweile weltumspannend, darum leben wir ja auch im "Globalisierungszeitalter", gell?
>>Die Spielräume zur Veränderung sind dank dieses Systems für 80% der Menschen inzwischen sehr eng gezogen - "ohne Moos nix los."
>>Gewalt aus einem Gefühl totaler Ohnmacht heraus kann auch ich nicht gutheissen, aber sehr wohl verstehen.
>>Übrigens: jene Art von Informationsunterdrückung ist im Internetzeitalter völlig sinnlos. Es braucht nur irgendjemand auf dem Planeten 10 sec vor Löschung einen Screenshot zu machen und weiterzuverteilen, und die Wahrheit verschwindet nie aus dem Netz. Warum wohl haben die Mächtigen dieser Erde soviel Angst vor dem Netz?
>>Seltsame Ironie: der Kapitalismus selber bringt jene Erfindungen hervor, die massgeblich zu seiner Überwindung beitragen. Wohl der schlagendste Beweis dafür, dass dieses System geisteskrak ist ;-).
>>Gruss, u.
>


>Diese Schwarz-Weiss Malerei lehne ich ab. Prinzipiell ist doch jeder für sein eigenes Leben verantwortlich. Mit einem anderen System muss nicht plötzlich jemand der jetzt unzufrieden ist ein supertolles leben haben. Dann wird eben die Leistungskomponente durch Korruption und Seilschaften ersetzt. Letztlich hat man selbst mehr Einfluss als irgendein System. Aber das ist natürlich Ansichtssache und nicht Gegenstand einer Argumentation.
Ich behaupte ja auch gar nicht, dass das einzelne Schicksal zu 100% vom System "praedeterminiert" wird - sehr wohl werden jedoch die Anfangsbedingungen mehr oder weniger gerecht verteilt. Es ist ja wohl kaum zu verleugnen, dass die Schiefe dieser Verteilung im gegenwaertigen System von Jahr zu Jahr schneller zunimmt. Nicht jeder Mensch, der in ein von Armut, Gewalt, Verwahrlosung etc. bestimmtes Millieu hineingeboren wird, hat die Energie und Begabungen, aus eigener Kraft, obwohl von Aussen immer wieder auf ihn eingedroschen wird und die Rahmenbedingungen von Jahr zu Jahr uebler werden, sich aus dem Sumpf zu befreien. Verantwortung setzt auch vorraus, dass es Spielraume zu ihrer Ausuebung gibt!
Uebrigens: gerade das heutige System wird doch immer mehr von Seilschaften und Korrupion durchwuchert, weil immer mehr Menschen Angst haben muessen, von heute auf morgen zu den "Verlierern" zu gehoeren. Wenn der Zins die reale Wirtschaft erdrosselt, wird das Leistungsprinzip mit mathematischer Notwendigkeit ad absurdum gefuehrt.
>Zum Thema Zensur: Man muss auch mal die Perspektive ändern und darf den "Vater" Staat nicht immer nur so sehen, als hätte der nix tolleres zu tun, als Leute auszuspionieren, zu drangsaliern und zu überwachen. Das ist blödsinn.
Wie war das doch gleich z.B. in der Endphase der DDR?
Exponenten von Systemen, die ganz kurz vor der Wand stehen, haben (zu recht) Angst vor dem Volk. IMHO steht das heutige System ebenso kurz vor der Wand wie der Ostblock Mitte/Ende der 80er. "Der Staat" ist eine nicht-existente Abstraktion - das Problem sind seine Machthaber. Angst fuehrt zu wachsender Unterdrueckung und Kontrollzwang, das ist elementare Psychologie.
Gruss, u.



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