genau weiß ich es nicht, aber der Spaßfaktor - darauf kommt es an

Geschrieben von Faultier am 22.11.2006 21:49:00:

Naknak:

Danke Faultier, du hast oftmals Recht. Fehlt nur noch der ultimative Tipp, wie sich diese Gruppe aus der bezahlten Arbeitswelt und ihren Zwängen (sprich Sklaverei) zurückziehen kann. Immerhinn werden diese Zwänge, wenn auch schlecht, bezahlt, währenddessen man alternativ dazu in die Zwänge der bezahlten Arbeitsagentur gerät.

Leider sind die in deinem Beitrag
http://www.f28.parsimony.net/forum68339/messages/8062.htm

beschriebenen fetten Neunziger Jahre längst vorbei und somit dieser unlimative Tipp von Gestern, also heutzutage unbrauchbar. Die Meinung zu Immobilien:
http://www.f28.parsimony.net/forum68339/messages/8063.htm

schließe ich mich auch an. Die Zwänge sind zumeist höher als der Nutzen.

Faultier:

Muß doch in den letzten Tagen irgendwo bei 'Plus-Minus' dargestellt worden sein, wie eine H-IV - Familie auf 1650,- Euro monatsnetto kommt. Nicht sclecht, sind ja 3300,- DM oder 6600,- Ostmark, was für manch einen rechtschaffenden Menschen damals ein Jahresnetto war. Darum soll's aber nicht gehen.

Fakt ist, daß ein Prolet im statistisch relevanten Normalfall nicht von heut auf Morgen aus dem Dasein als bezahlter Arbeitnehmer aussteigen kann, weil seine monatlichen Lebenshaltungskosten ihn immer wieder im Monatstakt auf Null bringen. Der Weg zur finanziellen Freiheit ist also erst einmal sehr unangenehm. Er setzt sich meiner bescheidenen Meinung nach aus folgenden Teilen zusammen:

1.) einen monatlichen Überschuß erwirtschaften:
Dieser Überschuß, d.h. die monatliche Sparrate möchte so bemessen sein, daß in einem Zeitraum, der als akzeptabel angesehen werden kann, eine Summe zusammenkommt, die man Startkapital nennen könnte. Ich will das jetz bewußt nicht weiter quantifizieren. Möge sich jeder selbst darüber den Kopf zermartern. Nur eines: wer bei diesen Gedankenspielen einmal oder mehrmals an den Punkt kommt, an dem es nicht weiter geht, weil die Raten für das Auto oder die Kosten für eine neue Wohnungseinrichtung dies so bestimmen, der ist schon als Sklave konditioniert. Hier scheiden sich die Wege:
- entweder man ist bereit, sich seine Freiheit zu erkämpfen, und man nimmt dafür einige Entbehrungen in Kauf,
oder
- man bleibt in den vorhandenen Abhängigkeiten gefangen und dient als junger Mensch den finanziellen Interessen anderer und wird dann als älterer Mensch Schrott - wegen mangelnder Leistungsfähigkeit.

2.) Einkommen steigern:
Dies geht entweder über eine steile Karriere oder über einen Nebenjob, der evtl. auch als Start für ein eigenes Unternehmen konzipiert ist.

3.) Kapital hochrentierlich anlegen:
Aktien funktionieren da wohl nicht mehr so, bei Immobilien überwiegen die Bedenken. Ich kann hier nur wiederholen, daß ich derzeit nicht weiß, was gut oder richtig wäre. Auch 1990 konnte ich nicht mit Bestimmtheit sagen, daß mir die Aktien gelingen werden. Ich hab einfach angefangen damit und mich damit entwickelt. Ich fange jetzt mit Immobilien an und will damit Profi werden.

Das möge nicht sehr überzeugend klingen. Muß es ja auch nicht. In dem Zusammenhang hatte ich ein lustiges Erlebnis. Ich will eine Bruchbude kaufen, die wohl bisher noch im Besitz der Öffentlichkeit zu sein scheint.
Dazu hab ich nach einem Ansprechpartner gesucht, von dem ich einige grundlegende Informationen zum Objekt wollte ( Bebauungsplan, Auflagen, Einschränkungen, Erschließungssituation, weitere Ansprechpartner... ) und eine Chance, das Objekt zu besichtigen. Ich wurde an eine selbstbewußte Beamtin verwiesen, deren wortgewaltiger und ununterbrechbarer Redeschwall dann darin gipfelte, daß mir keine Bank einen Kredit geben werde :))
Dann kam erst der absolute Hammer: auf dem Weg zum Ausgang traf ich einen Makler, mit dem ich vor einigen Monaten ein uraltes Fachwerkhaus besichtigt habe. Ich erklärte ihm, welches Objekt nun mein Interesse erweckt hat. Seine Augen wurden kugelrund und er trompetete drauflos, daß ich doch ruhig erst einmal einige Häuser besichtigen solle, um ein Gefühl für Preise und vor allem die Baumängel zu bekommen. Er bot mir gleich einiges an. Ich fragte ihn noch spaßeshalber, ob er mir auch eine Besichtigung der von mir begehrten Bruchbude organisieren könne. Er kann - und noch viel mehr.
Es erinnert mich alles an 1990, als mir die Wessies den Kapitalismus erklären wollten. Ich fühle mich auf dem richtigen Weg und hinzu kommt noch der Spaßfaktor.

Das Faultier



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