Tauschwirtschaft, Geldwirtschaft & (ungewollte) Arbeitslosigkeit

Geschrieben von Bachforelle am 27.03.2011 22:36:27:

Interessant ist im Zusammenhang mit der Tauschwirtschaft, das sie keine ungewollte Arbeitslosigkeit kennt.

Vereinfacht gesagt ist es in einer Tauschwirtschaft, neben einigen anderen Nachteilen zwar viel schwerer, den passenden Tauschpartner zu finden als in einer Geldwirtschaft, aber es ist zu keinem Zeitpunkt unmöglich! Es gibt letztendlich keine Möglichkeit, den Tausch zu verhindern.

Daher ist ungewollte Arbeitslosigkeit in einer Tauschwirtschaft technisch nicht denkbar. Selbst wenn kein passender Tauschpartner gefunden wird, stellt man „einfach“ etwas anderes zum Tauschen her.

Erstmal ist ein Geldsystem jeder Tauschwirtschaft in ALLEN relevanten Beziehungen Haushoch überlegen! Eine entwickelte Kultur, und sei es auf dem Stand der alten Römer und Griechen, ist ohne Geld nicht machbar.

Dennoch kann es NUR in einem Geldsystem ungewollte Arbeitslosigkeit geben, weil man den „vollkommenden Tausch“, wie man ihn in einer reinen Tauschwirtschaft unmöglich verhindern kann, in einer Geldwirtschaft spielend einfach unterbinden kann.

Das geht ganz einfach, indem man das Geld z.B. durch „hamstern“ aus dem Umlauf nimmt. Ohne Geld kann niemand seine Arbeitsleistung Anbieten, Handeln & Tauschen. Selbst dann nicht, wenn sich Händler und Käufer längst gefunden, und BEIDE am Handel starkes Interesse haben! Ohne Geld ist in einer Geldwirtschaft das Kaufen/Verkaufen eben unmöglich.

Technischer Fortschritt

Hält der Mangel an Geld in einer Volkswirtschaft über längere Zeiträume an, MUSS zwangsläufig ungewollte Arbeitslosigkeit entstehen, sie ist also ein reines Geldproblem.

Durch immer geringer werdende Kaufkraft können sich nur große Unternehmen behaupten, welche mit hohem, kapitalintensiven Aufwand große Stückzahlen zu geringen Preisen und Qualität auf den Markt werfen. Dadurch bricht langsam aber sicher der sog. Mittelstand weg, der ja einen großen Teil der Arbeitsplätze stellt.

Fragt man einen Ingenieur nach technischem Fortschritt, wird er die Steigerung der Produktivität / Stückzahlen an erster Stelle nennen. Qualität ist weit abgeschlagen, es wird sogar bewusst dafür gesorgt, das Produkte nur eine begrenzte Zeit halten.
Das wäre in einem ent-monopolisierten Markt mit viel Konkurrenz und Arbeitsplätzen kaum möglich. Da wäre Qualität die einzige Möglichkeit, seine Waren an den Mann zu bringen.

Leider ist das bei geringer werdender Kaufkraft nicht machbar. Da überleben nur die große Unternehmen eine zeit lang, welche ihre Gewinne über große Stückzahlen machen, die entsprechend billiger verkauft werden können.

Noch vor wenigen Jahrzehnten hätten sich Billig-Discounter nicht halten können. Wer genug Kaufkraft besitzt, strebt nach dem besonderen, nach Qualität und möglichst individuellen Gütern, die eben nur kleinere Unternehmen möglich machen.

Grundsätzlich ist JEDERZEIT Vollbeschäftigung möglich! Egal, wie die technische Entwicklung verläuft! Technik ist ja beliebig vermehrbar und KÄUFLICH! In einem Freigeldsystem kommt also JEDER Marktteilnehmer tendenziell an Technologie heran, man kann damit also niemanden aus dem Wettbewerb drängen!

Für ungewollte Arbeitslosigkeit ist ausnahmslos unser falsch konstruiertes Geldsystem verantwortlich, schon die Römer kannten das Phänomen Massenarbeitslosigkeit.

Ich werde morgen ausführlicher auf die technischen Hintergründe von ungewollter Arbeitslosigkeit eingehen, und ein paar Stellen aus dem unten verlinkten Buch zitieren.

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Signatur:
Die Lösung der sozialen Frage


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