droehende Krise

Geschrieben von G.Hannich am 10.12.2006 09:19:00:

>Hallo - vor ein paar Jahren war ich mal in Weißrussland. Nun- um es mit den Worten eines bekannten Kabarettisten zu sagen - der Zustand des Landes war "besser als erwartet". Was mir aber vor allem auffiel: Die Arbeitsplatz situation war auch "besser als erwartet". Man stelle sich vor: für eine alleinerziehende Frau (mit einem 0815 Job) war es selbstverständlich, dass Sie im Jahr mindestens 2 Wochen mit ihrem Kind irgendwo Badeurlaub machte. Eine Frisörin - ebenfalls alleinerziehend mit 2! Kindern - hatte eine große Mietwohnung - und alles top.
>Da es sich hier um meine sehr subjektive Perspektive handelt, möchte ich da nichts voreilig generalisieren. Trotzdem ist mir das so aufgefallen. Betreffs Gebäude: die sehen zwar von außen echt schlimm aus, sind innen dann aber oft nett eingerichtet. Die Plattenbauten waren nicht so schrecklich, wie erwartet. Es kann schon mal passieren, dass es während des Tages mal kein warmes Wasser gibt. Auch die Solidarität unter den Menschen ist meiner Meinung nach größer. Jemandem Wild fremden im Park zu fragen, wie denn das eigene Handy funktioniert - der sich dann auch noch einige Minuten Zeit dafür nimmt - das ist nichts Erstaunliches.
>Frage an die, die vielleicht auch was dazu beitragen können:
>Wie würdet ihr denn eigentlich die ehemaligen GUS-Staaten plus Polen, Tschechien, Slowakei im Vergleich zur Lebensqualität in Deutschland sehen?
>Mittlerweile ist es in D ja nicht mehr so lustig. Eine Frau aus den GUS könnte hier leichter vom Regen in die Traufe kommen, als wenn sie zu Hause geblieben wäre. Nur haben die - so glaube ich - noch ein total falsches Bild von Deutschland (als es noch besser ging).
>Ich vermute mal, dass das kptialistische System bei denen noch nicht ganz so zugeschlagen hat.
>Wenn man Deutschland als so viel besser als Weißrussland einstufen möchte, da muss man glaub ich vorsichtig sein.
>Ich denke dass die Gefahr groß ist, dass viele Weißrussinnen, wenn sie mal in Deutschland anggekommen sind, einen besonderen Kulturschock in negativem Sinne erleben könnten.
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Hallo,
ich kenne den ehem. Ostblock ganz gut. Weißrußland soll da von allen GUS Staaten am besten dastehen, was wohl auch daran liegen wird, daß es dort nicht den Raubtierkapitalismus wie in Rußland gegeben hat.
Staaten wie Ukraine oder Rumänien sind völlig am Boden. Rumänien besuchte ich 2005 und die Leute dort in der Stadt wo ich war meinten, daß in Kürze 3/4 aller Arbeitsplätze wegfallen würden. Großunternehmen wie Mercedes machten gerade wieder die Läden dicht, um ins noch billigere China zu gehen.
Von wegen also "Boom" oder "aufstrebende Ostländer".
In der Ukraine sieht es noch schlimmer aus: Ein PReisniveau wie bei uns, bloß daß der Durchschnittsverdeinst nur bei 50 Euro liegt. Dabei verdoppeln sich nun die Immobilienpreise (Schrottimmobilien im Plattenbau) alle 2 - 3 Jahre, weil immer mehr Leute Kredite aufnehmen und auf Immobilein spekulieren. Inzwischen sind die Immobilienpreise auch in einer wirtschaftlich daniederligenden Nebenstadt fast auf einem Niveau angeleangt wie in Deutschland!
Wo das Enden wird ist ganz klar: Je höher das Mißverhältnis zwischen verdienst und Immobilienpreisen wird, umso größer wied die Gefahr, daß die Blase platzt und eine deflationäre Abwärtsspirale auslöst.
Erst vor kurzem warnte auch die Financial Tiems in einem aRtikel davor, da´ß die ganzen Ostländer bald eine massive Wirtschaftskrise erleben werden, weil ein großteil der Banken bankrott wird.
ich sehe da ziemlich schwarz für diese Länder.
Gruß



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