Re: . . . Forumstitel und Analysen

Geschrieben von Francisco d-Anconia am 11.12.2006 03:21:00:

>>Was mich sehr befremdet ist folgender Satz:
>>Warum sie dann hier schreiben, ist mir nicht ganz klar
>>Damit geben Sie doch zum Ausdruck, daß es in diesem Forum nicht um das Thema "Finanzcrash" geht, sondern es sich um ein freiwirtschaftliches Forum handeln soll. Wenn das so sein soll, würde ich mich SOFORT hier verabschieden, da ich mit der sog. Freiwirtschaftslehre - kein anerkanntes Teilgebiet der Volkswirtschaftslehre - nun wirklich nichts am Hut habe und dafür keine Diskussionszeit aufwenden würde.
>>FdA
>Oldy $$$
>Der Forumstitel heißt nicht nur Finanzcrash, sondern auch Vermögensrettung und (durch) stabiles Geld.
>Daß stabiles Geld ein Punkt ist, den sie nicht behandeln wollen, ist mir klar. Und ich rede hier nicht von der Freiwirtschaft mit Monopolfreigeld und Freiland, sondern von alternativen Tauschmitteln auf Gutscheinbasis, die zwar in einigen Belangen Ahnlichkeiten haben, in anderer Beziehung aber eher der Idee von Hayek folgen ohne in den Fehler zu verfallen Gold als stabil anzusehen.
>Gold ist immer deflationär und das ist schlimmer als eine moderate Inflation im heutigen System. Wer sich mit dem Gesetz von Angebot und Nachfrage nicht auseinandersetzen will, wird nie verstehen, daß man eine Deflation leicht verhindern kann.
>Der Bancorvorschlag von Keynes war auf dem richtigen Weg. und jetzt sind es wir. Unsere Gutscheine sind tausendfach durch die Waren unserer Emittenten übergedeckt und wir können sie daher stabil halten.
>Was wir nicht können, ist Euro und Dollar stabil zu halten. Die werden leider abschwimmen, denn jetzt wieder eine moderate Inflation als Umlaufsicherung zu achen, geht nicht mehr. Es gibt keine lohnenden Anlagen mehr, welche die notwendigen hohen Zinsen erwirtschaften können. Bei 5% Inflation und die wäre als Umlaufsicherung notwendig, müssen 10% erwirtschaftet werden und das geht nicht mehr.
>Außerdem kann eine Inflation nicht so gesteuert werden, daß es bei 5% bleibt. Die notwendien Geldmengen für eine Hyperinflation sind schon vorhanden und brauchen gar nicht erst gedruckt zu werden.
>Wann genau der Finanzcrash kommen wird, wissen wir auch nicht und das möchten sie wohl hier auf dem Forum ausschließlich behandeln. Wir gehen aber weiter und suchen nach Wegen wie man sein Vermögen retten kann und wie man ein stabiles Tauschmittel etablieren kann. Wir glauben auch einen gangbaren Weg dafür gefunden zu haben, aber von dem wollen Sie anscheinend nichts wissen, weil sie etwas gegen die "Freiwirtschaft" haben.
>Es täte mir leid, wenn sie das Forum verlassen, aber weder das Forum noch Sie sind so wichtig. Viel wichtiger für die Welt sind die Gogoaktivisten.
lllllllllllllllllllllllllll
Ja, ich kenne den Forumstitel, deshalb habe ich mich ja hier als Diskussionsteilneher angeldet.
Das eingeklammerte Wort (durch) trifft es meines Erachtens einerseits
a) voll und
b) andererseits auch wieder nicht;
Fangen wir mit b) an:
Man kann wichtige Teile seines Vermögens auch retten, wenn das Geld in einer Hyperinflastion wertlos werden sollte, wenn man es versteht rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen, die einen Zugriff durch einen Lastenausgleich auf in sachwerte investiertes Vermögen vermeiden. Also: Investition in geeignete Sachwerte, gestreut im Sinne der Lehren von Prof. Dr. Markowitz und Zugriffsverhinderung des Staates.
Zu a) Bei stabilem Geld kann es gar keinen allgemeinen Finanzcrash geben. Instabil wird aber Geld einerseits durch
i) falsche Geldpolitik der ZB und andererseits durch
ii) weiter anwachsende Staatsverschuldung.
i) Die Geldpolitik einer ZB darf niemals ein Inflationsziel von 5 % rechtfertigen. Das Ziel sollte NULL sein, wird aber in der Praxis auch bei bestem ZB-Management wohl nicht unter 2 % zu drücken sein.
ii) Das ist weltweit der wundeste Punkt in Hinblick auf eine künftige Hyperinflation. Wir haben aber leider keine Macht Staaten an der weiteren unverantwotlichen Verschuldung zu hindern, also wird es irgendwann einmal zu einem Crash kommen. Der Geldschöpfungsprozeß durch die Geschäftsbanken ist völlig unproblematisch, da Darlehen nur gegen verpfändete, AUSREICHENDE Sicherheiten ausgereicht werden.
Sie glauben aber doch nun hoffentlich nicht im Ernst - soviel Realitätsverlust traue ich Ihnen einfach nicht zu -, daß man mit ein paar Gutscheinen in einigen Regionen irgendeine Wirkung im Hinblick auf Euro oder US-Dollar erzielen kann. Haben Sie sich mal die Relationen der Umsätze mit Gutscheinen im Verhältnis zu weltweiten Transktionen mit EUR oder USD vor Augen geführt. 0,00000000..... % - alles klar ?
Nur signifikante Transaktionsvolumen in Devisen/Tauschmitteln haben eine volkswirtschaftliche Bedeutung. Ergo werden wir uns - da wir nur DAS beeinflussen können mit Szenario b) befassen müssen.
FdA



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