Re: wie willst du immer neue Schuldner für den Zinseszins finden?

Geschrieben von naknak am 12.12.2006 18:24:00:

>>Hallo, wie willst du volkswirtschaftlich! immer neue Schuldner für den Zinseszins finden? Den Zinseszins kann man nur durch ímmer höhere Neuverschuldung bedienen, zeitweise jedenfalls, bis die Exponentialfunktion zuschlägt. Wer soll das erwirtschaften? Ein Ding der Unmöglichkeit!
>>Gruß
>Oldy $$$
>Du hast vollkommen recht. Durch den Abgang vom Goldstandard konnte bisher zwar eine Deflationskrise verhindert werden, aber nun sind wir am Ende dieser Methode angekommen. Man kann Geld nicht endlos in die Wirtschaft pumpen, wenn es keine lohnenden Anlagen mehr dafür gibt. Die Besitzer der durch Zins und Zinseszins immer weiter steigenden Geldguthabenmengen wollen zwar nicht, daß es seinen Wert verliert und bemühen sich daher, es vom Gütermarkt fern zu halten.
>Um aber die Wirtschaft einigemaßen in Gang zu halten, versuchen sie das Geld durch leichte Inflation in Umlauf zu halten. Leichte Inflation deshalb, weil sie die Inflationsprämie ja auch von den Schuldnern kassieren wollen. Bei 5% Inflation verteuert das aber den Basiszinssatz um diese 5% und das können die Schuldner nicht mehr erwirtschaften.
>Es gibt aber keinen Weg zurück mehr. Unser heutiges Geld wertvoll zu erhalten, wurde ein Jahrhundert Deflation benötigen. Wir sind am Ende dieses Systems angekommen.
>Ob wir überhaupt eine richtige Deflation bekommen, oder ob die Staglation vielleicht direkt in Inflation umschlagen wird, ist noch offen. Eine lange Deflationskrise wird es sicherlich nicht mehr geben.
>Wir müssen also eine Systemänderung schon bei einer Stagflation in Angriff nehmen.
Oldy, du hast Recht, wir sind bald am Ende angekommen, aber wahrscheinlich nicht am Ende des Systems. Die Frage ist: Wie geht es weiter? Meiner Meinung nach wird der Zusammenbruch des Geldsystems verschleiert werden, mit Krieg, Naturkatastrophen, Terrorismus etc. Wir sind nicht die Supergenies die allein um die Mechanismen wissen und die Finanzeliten nicht die Dummen, die irgendwann auf die Schnautze fallen. Die Finanzeliten wissen sehr wohl wo es lang geht, nicht umsonst laufen die großen Privatisierungswellen und die Umschichtung in Sachwerte. Diesen Prozess begleitend wird per Salamitaktik Kapital über die Börsen umgeschichtet. Da gibt es regelmäßige Entlastung. Warum soll es keine lange Deflationskrise geben? Ich rechne mit mind. 10 Jahre. In dieser Zeit wird es eine Diktatur, wie sie die bereits in den USA installiert wurde, auch in Europa geben. Die Amerikanisierung ist in voller Fahrt! Gut, die sozialen Traditionen sind stärker als im Anglo-Amerikanischen-Raum, dadurch dauert es etwas. Die Medien tun ihr bestest und die Leute sind immer reifer für die "Eigenverantwortung". Das größte Problem ist daher, dass die Leute gar nicht wissen wie sie betrogen werden. Und von irgendwelchen Außenseitern fühlen sie sich missioniert, viele wollen es auch gar nicht wissen. da müssten sie nämlich ihr Gehirn anstrengen und das haben sie seit der Schulzeit verlernt. Das wäre wirkliche Eigenverantwortung. Realistisch betrachtet: Es interessiert sich kaum jemand für das Geldthema. Deshalb dürfen wir auch hier in der Niesche darüber labern und einige Gutmenschen bunte Zettelchen drucken und ein bischen damit spielen. Der Weg ist klar:



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