Re: Kreutzer - Kritik am - und Überwindung des aggressiven Eigentums

Geschrieben von erzsyger am 12.12.2006 21:47:00:

>>>>Naja die "Landenteignung" könnte ich meinen Eltern beispielsweise auch nicht vermitteln. Immerhin haben sie das Haus jahrzehntelang abgezahlt.
>>
>>>Haus und Land sind zwei paar Schuhe. "Enteignung" ist falsch. Umwandlung von Eigentum in Pachtland wäre korrekt. Am Haus hat man immer 100% Eigentum (vorausgesetzt, man hat es auch bezahlt)...
>>>DaWool
>>Genau das beschreibt Kreutzer in seinem Band IV.
>>
>>erzsyger
>Allerdings ist das Haus nicht das richtig teure, sondern der Grund und Boden. In diesem Fall ist das alles ein bisschen scheinheilig

Was ist scheinheilig?
Das man einzig für die Luft zum atmen noch nicht bezahlen muß??
Wenn ich mich recht erinnere, ist die INWO ebenfalls für eine Bodenreform.
Also ich bin skeptisch, ob Freigeld, Gogos u.s.w. eine Chance haben, ohne gleichzeitige Bodenreform..
"Wenn jemand 10000qm besitzt, besitzen folglich neun andere nichts!"
Was spricht dagegen, das jeder Bundesbürger aus den Nutzungsrechten an beispielsweise 1000qm Grund und Boden ein bedingungsloses Grundeinkommen bezieht?
Ob er nun dieses Stück Land persönlich bearbeitet und sich damit ernährt oder ob er es verpachtet und von der Pacht lebt und sogar, sollte der Pachtertrag immens sein, Steuern zahlt, oder ob er stattdessen vom Staat eine Grundrente beziehen will, bleibt erstmal ihm überlassen.
Wichtig ist, das niemand mehr mit Grund und Boden spekulieren darf.
Ziel ist, die Kluft Reichtum/Armut zu beseitigen und in Zukunft zu vermeiden.

Sollte sich unsere Gesellschaft mit der Zeit so entwickeln wie er es in Band IV darlegt, hätten es auch die Gogos leichter.
Der Inhalt des Buches ist durchaus diskussionswürdig.

Welche Ziele verfolgt Götz Werner mit seinem "Grundeinkommen"?

erzsyger



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