Re: Inflation versus Deflation

Geschrieben von Oldy am 12.12.2006 23:37:00:

>Hallo violett!
>Wir hegen ähnlich Gedanken. Deine letzte Frage kann ich leider nicht beantworten.
>Müßten sich inflationäre/deflationäre Tendenzen nicht auch in Währungsrelationen niederschlagen?
>-der Euro steigt zum Dollar
>-der Euro steigt zum Yen
>-der Euro steigt zum britischen Pfund
>-der Euro steigt sogar zum schweizer Franken
>-der schweizer Franken steigt zum Dollar
>-Dollar zu Yen ist nicht klar definierbar
>Devisen-Experten verweisen diesbezüglich immer wieder gerne auf die Zinsen. Doch davon ausgegangen müßte zumindest der Dollar stärker sein.
>Irgend etwas steht immer wieder im krassen Widerspruch und scheinbar blicken selbst die hochstudierten Wirtschaftswissenschaftler auch nicht durch (immerhin paßt das ins Bild).
>"Frage: Kann es in den USA derzeit überhaupt zu einer Deflation kommen? Dies würde bedeuten, dass die Gläubiger der USA (China, Japan, div. Ölländer etc.) mit ihren $-Reserven die USA locker übernehmen könnten, da die Amerikaner ja zu sinkenden Preisen verkaufen müssten. Ich denke nicht, dass die Amerikaner ihren Konkurrenten diese Macht zugestehen werden."
>>>>>>
>Genau das habe ich noch nie geglaubt. Das Spiel der Amis ist äußerst perfide.
>"These: Somit erscheint es sehr mir viel wahrscheinlicher, dass in den USA die für eine dauerhafte Geldmengenausweitung erforderliche (Staats-) Verschuldung notfalls in beliebig abstruse Höhen getrieben wird."
>>>>>>
>Genau das glaube ich schon lange. Die Welt wird überschüttet mit Dollars bis zum Kollaps und die Schulden werden nie beglichen. Zusammen mit den anderen Machtinstrumenten der USA sollte das für die angestrebte Global-Akquisition und den Endsieg reichen. Unter dieser Prämisse wäre die US-Binnenwirtschaft vernachlässigbar.
Oldy $$$
Die Währungsrelationen und die Währungsspekulation werden bezüglich ihres Einflusses auf die Binnenpreise immer überschätzt. Bis zur Wiederherstellung einer Kaufkraftparität vergeht da oft lange Zeit.
Als der US$ voriges Jahr um 3o% gegen den Can$ fiel, war das selbst in einer Grenzstadt wie Grand Forks kaum bemerkbar und bis jetzt hat die stärkere Inflation im Amiland das schon ausgeglichen.
Ja, es stimmt schon, daß ein Fall des USDollars die anderen Währungen auch zum Mitziehen veranlassen wird, weil sie sonst, solange der Dollar noch Petrodollar ist, in eine Deflation gezwungen würden. Wahrscheinlich wird es daher nach Stagflation und kurzfrisigen Deflationen weltweite Inflationen aller Währungen geben mit nur graduellen zeitlichen Unterschieden.
In manchen Ländern kann es dabei ohne weiteres zu Hyperinflationen kommen.
Unterschätze aber die Schwäche der USA Binnenwirtschaft nicht. Durch den Weltreservewährungsbonus haben sie über Jahrzehnte lang ihre Industrie in Billiglohnländer ausgelagert und sind jetzt am Ende. Die Hochfinanz kümmert das nicht. Die ist international und läßt notfalls auch Amiland samt dem Dollar untergehen.



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