Re: Etwas aus der praktichen Arbeit,

Geschrieben von Oldy am 14.12.2006 19:30:00:

>
>>Oldy $$$
>>Ein stabiles Tauschmittel MUSS einen Wechselkurs zu einem unstabilen, wie den Euro haben und später einen einzuführen gelang in der Geschichte der Geldexperimente nie.
>aber 1:1 ist doch auch ein wechselkurs, warum dann mit 1:1,5 starten ?
>matmi
Oldy $$$
1 zu 1 wird nicht als Wechselkurs gesehen. Zugegebenerweise war 1,5 in Gießen vielleicht ein Fehler weil Gießen keine Grenzstadt ist und man die Leute nicht überfordern soll.
Grand Forks ist eine Grenzstadt und niemand sah ein Problem beim Wechselkurs des Gogos mit 2,20 Can$ zum Gogo. Darum erwartete ich auch keine Schwierigkeiten beim Justus mit einfacheren 1,5 zum Euro. Jetzt sehe ich, daß 2 zu 1, also die "gute" Mark zurück besser ist.
Solange der Euro nicht wesentlich inflationiert wird, kann man natürlich auch mit 1 zu 1 anfangen, aber die später notwendige Einführung eines Wechselkurses ist bei schnelleren Wertschwaund des Euro nahezu unmöglich und bisher sind alle Notgelder 1 zu 1 mit der jeweiligen Landeswährung zusammen untergegangen.
Wer also eine dauerhafte Lösung haben will, trennt besser schon von Anfang an sein Tauschmittel deutlich vom Euro. Die Leute müssen sich daran gewöhnt haben, daß sie mit einem ANDEREN Zwischentauschmittel Handel treiben. Einem, das stabil bleibt und durch einfache Wechselkursänderung auch stabil gehalten werden kann.
Es ist vielleicht ein Fehler, daß dieser Aspekt von den Initiatoren zu wenig betont wird, aber in der Praxis muß das Thema nicht unbedingt behandelt werden. Das tun meistens nur Leute, die eine Ausrede suchen, um nicht mitzumachen.



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