Re: Immobilien in Deutschland.

Geschrieben von Tom Dooley am 17.12.2006 02:41:00:

>Gerade hat mich mein Sohn angerufen. Die Bank hat seine zwei Eigentumswohnungen, die er sich als Altersversicherung gekauft hatte und die noch immer auf 180.000 Euro geschätzt waren für 92.000 versteigert Jetzt hat er nichts mehr und noch immer Schulden.
>Er verdient ja recht gut, aber hat nun keinerlei Einkommen für sein Alter. Die Rentenversicherung, in der er 40,000 hatte. hat die Bank auch schon kassiert und auch etwa 20,000 jedes Jahr für den Kredit. Er hat den damit eigentlich schon abgezahlt.
>Wenn die Bank einem Vergleich für die Restschuld nicht zustimmt, wird er Konkurs anmelden müssen. Und dann bleibt ihm wahrscheinlich nichts anderes übrig als aufhören mit offizieller Arbeit, wenn er nicht sieben Jahre vom Existenzminimum leben will und der Bank trotzdem den Rest für Zinsen in den Rachen zu werfen. Das hätte er schon viel früher machen sollen. Er hätte zwar auch offiziell weiter arbeiten sollen, aber viel schwarz arbeiten sollen. Die Möglichkeit dazu hätte er gehabt.
>Aber ich wollte eigentlich nur darstellen, daß auch in Deutschland die Immoblase zu platzen beginnt und jede verschuldete Immo ein gefährlicher Stein um den Hals ist. In die Lage meines Sohnes werden viele kommen.
Ist in der Tat so. Bin selber (durch die "Waldfegemassnahme" für drei Monate nicht) Hartz-IV-ler (gescheiterte Selbstständigkeit, blabla). Könnte mir hier bei einem Bekannten eine (gute, war mit einem Baugutachter dort!) Immobilie für 1 EUR kaufen. Nur was nützt mir eine Immobilie für 50.000 EUR! wert für 1 EUR gekauft, wenn ich selber keinen müden Cent zum investieren übrig habe oder per Kredit bekäme?
Frage: Warum ist jemand bereit, mir (im allgemeinen sozialhässlichen Sprachgebrauch als Pleitier und Sozialschmarotzer diskreditierten) - mal wirtschaftlich über solche Sachen wie Un- und Todesfälle, Krankheiten Dritter, Pleiten, Pech und Pannen sonstiger Art; nichts mit "Think positive" - Schei*** Gescheitertem - ein Haus samt Grundstück für fast nichts zu verkaufen?
Antwort: 1.) Derjenige ist (noch) selbstständig, demzufolge nicht kreditwürdig (kenne ich ja), das Gebäude verfällt zusehends, Geld (Steuern, Umlagen, etc.) kostet es auch... . 2.) Mein Nutzungskonzept geht auf (mutmasslich). 3.) Sein Grund: "Was nützt mir Grund und Boden, wenn es mich kostet, und Du weißt was damit anzufangen."
Nur: als Hartz-Iv-ler ist es mir verboten, derartige Geschäfte (trotz tragfähiger Nutzungskonzepte) zu betreiben (ich darf zur Tafel gehen und darüber Diskussionen ergehen lassen, ob die Tafel vom Hartz-IV "abzugsfähig" im Sinne von Leistungskürzungen ist oder nicht) und auch bin ich nicht (logischerweise) kreditwürdig.
Tom Dooley



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