Re: Immobilien in Deutschland.

Geschrieben von Francisco d-Anconia am 17.12.2006 03:07:00:

>Gerade hat mich mein Sohn angerufen. Die Bank hat seine zwei Eigentumswohnungen, die er sich als Altersversicherung gekauft hatte und die noch immer auf 180.000 Euro geschätzt waren für 92.000 versteigert Jetzt hat er nichts mehr und noch immer Schulden.
>Er verdient ja recht gut, aber hat nun keinerlei Einkommen für sein Alter. Die Rentenversicherung, in der er 40,000 hatte. hat die Bank auch schon kassiert und auch etwa 20,000 jedes Jahr für den Kredit. Er hat den damit eigentlich schon abgezahlt.
>Wenn die Bank einem Vergleich für die Restschuld nicht zustimmt, wird er Konkurs anmelden müssen. Und dann bleibt ihm wahrscheinlich nichts anderes übrig als aufhören mit offizieller Arbeit, wenn er nicht sieben Jahre vom Existenzminimum leben will und der Bank trotzdem den Rest für Zinsen in den Rachen zu werfen. Das hätte er schon viel früher machen sollen. Er hätte zwar auch offiziell weiter arbeiten sollen, aber viel schwarz arbeiten sollen. Die Möglichkeit dazu hätte er gehabt.
>Aber ich wollte eigentlich nur darstellen, daß auch in Deutschland die Immoblase zu platzen beginnt und jede verschuldete Immo ein gefährlicher Stein um den Hals ist. In die Lage meines Sohnes werden viele kommen.

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Mr. Oldy, wenn Sie sich anstatt sich mit großem Zeitaufwand mit dem unsäglich dämlichen Zettelgeld zu beschäftigen, Ihrem Sohn bei der richtigen Finanzplanung geholfen hätten, dann wäre diese Misere doch wohl kaum passiert:
Eine Altersversorgung, egal welches Medium dazu benutzt wird, baut man NIE - ich wiederhole NIE - mit Kredit auf; das war der Fehler Nr. 1, also der Kardinalfehler in der Finanzplanung. Eine voll mit Eigenkapital finanzierte Immobilie kann eine Bank nicht versteigern (wenn sie nicht anderweitig für Sicherheiten eingesetzt wurde)
Fehler 2: Man setzt nicht alles auf eine Karte, sondern DIVERSIFIZIERT. Und wenn das Eigenkapital für eine Immobilie am Anfang nicht reicht, dann diversifiziert man eben in einem guten offenen Immobilienfonds, aber dort nur mit Eigenkapital.
Wenn Sie sich statt mit dem wirtschaftlichen Ignoranten, namens Silvio Gesell mit dem Nobelpreisträger Prof. Dr. Markowwitz befaßt hätten, dann wüßten Sie um die Notwendigkeit richtigen Geldmanagements durch Diversifizierung. Dazu gehört auch die Ermittlung der Risikoverteilung.
Weiter hätten Sie Ihrem Herrn Sohn das Prinzip des "cost-averaging" erklären sollen. Das gehört zu den Grundprinzipien des Market-Timings.
Diversifizierung schließt auch Investitionen in festverzinsliche Wertpapiere und vor allem in Aktien ein und mangels ausreichender Kenntnisse - oder großer Beträge - sind auch hier gute Investmentfonds ideale Finanzinstrumente, die als Bausteine der Altersversorgung dienen.
FdA



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