Re: Was tun, hängt von vielen Faktoren ab

Geschrieben von Oldy am 18.12.2006 05:15:00:

>Handelte es sich ursprünglich um "Schrottimmobilien" oder "Immobetrug", einfach googeln, besteht die Möglichkeit zu kämpfen. Dabei geht viel Lebensqualität verloren, kostet Geld, Zeit und viel Nerven.
>Privat - Insolvenz kostet zunächst erst mal Geld. Dann 6 oder 7 Jahre regelmäßig arbeiten und zahlen. Es hält ihn aber niemand davon ab, anderweitig zu arbeiten
>Kannst Du ihm ein paar Euros zur Verfügung stellen, die Bank vor die Wahl stellen, entweder jetzt die Hälfte oder gibt gar nix, wobei er natürlich bereit sein sollte, den einen oder anderen Weg zu gehen.
>Wenn er gut verdient, stets Zahlungsbereitschaft zeigen und auch Raten anbieten, denn der Gläubiger darf keine "unnötigen" Kosten produzieren.
>
>Die Immopreise verfallen z.T. auch hier massiv, wobei die Mieten dies nicht mitmachen. Die steigen, auch ohne Nebenkosten, mit noch extremer, oder stagnieren. Einige erhielten oder erhalten noch ordentliche Preise.
>Eine 2 Zimmerwohnung war vor kurzem überhaupt nicht zu versteigern. Kein Interessent.
>Wie gesagt, Dein Sohn muß wissen was er macht.

Oldy $$$
So einfach ist die Sache nicht, Ich habe gerade den Großteil meines flüssigen Geldes dazu verwendet, um meiner Enkelin und Familie die Ausreise nach Canada zu ermöglichen und es könnte sein, daß ich vom Resr auch noch eines brauche, um ihnen beim Aufbau einer Existenz zu helfen. Mein Sohn ist daher auf sich selber gestellt und mit 1000 Euro kann er kaum existieren. Er muß nämlich wegen seinem Geschäft in ganz Deutschland herumreisen und das kostet mehr als das.
Er kann das zwar sicherlich abschreiben und das zählt dann nicht als Einkommen, aber falls er sich entscheidet, das so zu machen mit Insolvenz, werden seine nächsten 7 Jahre kein Zuckerlecken sein und krank darf er auf keinen Fall werden.
Nun, er ist ja ein recht gesunder Knabe und ist tüchtig in seinem Beruf. Eventuell kann er den auch im Angestelltenverhältnis ausüben und dann sieht die Sache anders aus,
Die Bank sieht dann sieben Jahre lang keinen Cent, weil er außer Spesenersatz eben nur das Existenzminimum verdienen wird. Ich würde dar Bank sagen, daß er das als Alternative hat, wenn sie ihm den Hals abschneiden wollen. Die Bank hat sich nun selber um das letzte Erpressungsmittel gebracht. Solamge mein Sohn noch die Eigentumswohnungen besaß, war er erpressbar. Er zahlte und zahlte, um sie zu erhalten.
Nun kann er ihnen die lange Nase zeigen. Wenn sie sein Angebot nicht annehmen, bekommen sie gar nichts. Das ist eine Position der Stärke, in der er sein Leben lang nie gewesen ist.
Die Verantwortung für Tochter und Enkelin ist er los. Was er selber aus seinem weiteren Leben macht, ist seine Sache. Er will ja anscheinend in Fulda bei seinen Skatbrüdern bleiben und ich kann das ja auch verstehen. Es sind ja auch recht nette Kerle und auch ich spiele gerne mit ihnen, wenn ich bei meinen Sohn bin.
Sie fragen auch immer, wann ich wieder komme. Sie wollen mir wohl das Geld wieder abnehmen, das ich gewonnen habe. Der alte Österreicher kann doch bei einem deutschen Spiel wie Skat doch nur mit Glück gewinnen und einmal muß ihn die Glücksträhne wohl doch verlassen. Na, im April werden wir es ja sehen.
Im canadischen Skatklub in Nanaimo war ich als einziger Österreicher auch sehr oft unter den ersten drei bei einem Skatabend unter etwa 40 Spielern. Bin ich es einmal nicht gewesen, hatte ich wirklich schlechte Karten. Da fragten dann manchmal welche, was los mit mir sei. Die waren schon gewöhnt, daß ich meistens "Glück" habe.
Seine Spesen könnten bei meinem Sohn dafür ja etwas gepolstert werden und der Dienstwagen ein recht toller Schlitten sein Der Privatwagen gehört dann der Lebensgefährtin und alles Pfändbare ebenfalls. Da schaut die Bank durch die Röhre.
Also entweder 20,000 auf Raten jetzt oder gar nichts.
Das wäre vielleicht sowieso seine beste Lösung Er hätte dann auch Krankenversicherung und Pension. Bei den Verhandlungen mit der Bank ist er jedenfalls nun in einer viel besseren Position. Er muß ihnen nur klar machen, daß er nur gewinnen wird, wenn sie sein "großzügiges" Angebot von 10% nicht annehmen.
Dann hat er zwar sieben Jahre lang keine Möglichkeit pfändbares Vermögen zu erwerben, aber das lief ja bisher sowieso schief. Er kann also darauf leicht verzichten.
Es tut mir leid, daß er von Canada nicht viel hält, aber vielleicht ändert er seine Meinung, wenn seine einzigen Nachkommen hier leben und er herausfindet, welche phantastischen Skigebiete wir neben dem, das er bei schlechten Bedingungen hier erlebt hat noch haben.
Skatbrüder gibt es hier in Grand Fork allerdings nicht. Hier leben zu wenig Deutsche, Dazu müßte er nach Port Alberni zu seiner Tante oder nach Nanaimo zu seinen Onkel und Cousins und Cousinen gehen. In Victoria haben wir auch Verwandte und auch dort gibt es einen Skatklub. Auch in Vancouver.
Wo der nächste hier ist, weiß ich nicht. So sehr hat mich das auch nicht interessiert. Skat ist zwar ein nettes Spel und ich habe es auch mit meiner kroatischen Frau und meinem canadischen Tauchkumpan oft gespielt, aber so wichtig ist es mir auch nicht.
Neben seiner Tochter und vielleicht vielen Enkeln, hätte er hier sicher auch vieles lebenswertes. Na, wir werden ja sehen.



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