Re: Immobiliencrash

Geschrieben von blue_bear am 18.12.2006 12:20:00:

Hallo,
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Herr Hannich schrieb:

>ich sehe heute keinen Spielraum mehr für steigende Immobilienpreise - das was hier als "Crash" bezeichnet wird, war doch nur eine Stagnation der Preise.
>Außer im Osten sind die Immoblienpreise noch gar nicht korrigert worden.
>Bei einer fallenden Massenkaufkraft, steigender Arbeitslsoigkeit, steigenden Zwangsversteigerungen und sinkender Einwohnerzahl jedoch müssen Immobilien im Preis fallen.
>Wenn dann erstmal der große weltweite Immobiliencrash stattfindet, wird das auch an usn nicht spurlos vorbeigehen.
>Man sollte auch berücksichtigen, daß Immobilien in den letzten Jahrzehnten wesentlichs tärker im PReis gestiegen sind als die Einkommen der Leute. Wenn ehute für mittelmäßige Einfamilienhäuser in Süddeutschland teilw. 500.000 Euro und mehr bezahlt werden sollen, dann wird deutlich, daß das Preisniveau völlig unrealistisch hoch ist.
>Es kann dabei nur zu einer Korrektur der Preise kommen, zu einem wirklichen Crash der möglicherweise 50% und mehr betragen wird.
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Nun, selbst wenn kein Spielraum für wesentliche Steigerungen vorhanden ist,
so heisst es aber nicht, dass es eine Bewegung nach unten geben muss.
Weiterhin habe ich den Zusammenhang zwischen dem Immobilienmarkt in
USA, Japan, sonstwo mit unserem in Deutschland offenbar noch nicht ausreichend
verstanden, wenn ein solch "dramatischer" Preisverfall dort, auch hier
in ähnlicher Größenordung folglich stattfinden muss ...
Meine Beobachtung ist folgende:
Mitte der 90er Jahre musste in einer mittleren Großstadt im Westen der
Republik monatlich ca. 5,50 Euro pro qm Wohnfläche in mittlerer Lage bei
normaler Ausstattung bezahlt werden.
Heute sind es unwesentlich mehr (5,70 Euro).
Für 100qm vermietete Wohnfläche sinds also im Schnitt 570 Euro im Monat.
Für einen Vermieter bringen 100qm vermietete Wohnfläche pro Jahr also
Mieteinnahmen von 6840 Euro.
Rechnet man mal sehr vorsichtig mit der 12fachen Jahresnettomiete, kann
der Wert der Immobilie also auf ca. 82 TEuro geschätzt werden, sofern
die Grundbausubstanz stimmt und die wesentlichen Gewerke intakt sind.
Unter der Vorraussetzung, dass die Instandhaltung regelmäßig vorgenommen
wird, sollte sich die Bausubstanz und die Gewerke nicht von jetzt auf gleich
in ihrem Wert halbieren.
Auch die Miete wird definitiv nicht von einem Jahr aufs nächste um 50%
fallen. Vorstellen könnte ich mir - wenn man Ihrem Szenario etwas abgewinnt -
einen langsamen Anpassungsprozess, bei dem man aber ausreichend Zeit hat,
Anpassungen an die veränderte Situation vorzunehmen.
Viele Grüße,
blue-bear



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