Immo-Preise und Immo-Blase / Indizes als Bewertung

Geschrieben von Franz Joseph II am 19.12.2006 05:49:00:

Irgendwelche normierten und dahergebeteten Indizes taugen oft recht wenig zur
realen wirtschaftlichen Bestandsaufnahme. (Sei es Infaltionswerte, Börsenindizes oder andere statistische Daten.)
Viele Aktienindizes begründen sich z.B. auf den 50 wichtigsten (wer legt dieses eigentlich fest?) nominierten Aktienwerten.
Im - hypothetischen, aber theoretisch möglichen - Falle könnte genau diese 50 Aktienwerte steigen und der Rest in den Keller fallen - aber der Index (heiße er Dow Jones, ATX, DAX oder anders) würde trotzdem einen neuen Rekordwert verbuchen.... (Auch jetzt steigen manche Aktienwerte gen Himmel, aber - wieso auch immer - ich kenne echt niemanden in meiner Bekanntschaft, der mit der "Performance" seines Aktiendepots so wirklich zufrieden ist. Auch nicht die studierten Wirtschafter. GOLD sei Dank. :-)
Wenn allerdings der Kursverlauf dieser 50 Titel dem Gesamtangebot entsprechen sollten, dann
stimmmt der Bewertungsindex wieder ... also kann ich gleich das Horoskop der Tageszeitung lesen ...
# # # #
Auffällig am Immobilienmarkt - mit immer noch exorbiant hohen Preisen - in Wien ist, daß sehr viele Wohnungen und Büros einfach schon leer stehen. (... und jetzt schon Sozial-Quartiere überquillen, Anm. d. A.)
Solange der "Leerlauf" z.B: nur 10-20% der Gesamtangebote betrifft, mag das noch über die anderen 80%, die vermietet sind, finanzierbar sein. Wenn die Zahl der Leerstehenden Immos aber RAPIDE steigt, wird sich einiges am Markt (nach unten) bewegen. Vor allem bei Kreditfinanzierten Eigentum) Pleitegeier aufgepaßt !!!

Konwert hat übrigens wieder einen Großkauf einer Immobilie (ca. 450 Mio ) mit Brachialgewalt betätigt, wo sogar renomierte Immo-Experten sich wunderten, wie dieses Geld jemals wieder hereinkommen sollte ...
Mein einziges "Papiergeld"-Depot ist ein Konwert-Ansparplan mit 90% sofortigem Kaitalzugriffmöglichkeit in der Theorie. (Mein einzgies Sparkonto sozusagen)
Ich bin am Überlegen, es zu "monetarisieren" und dann zu "vergolden"/"versilbern ".... :-)
Schöne Grüße an Oldy. Vielleicht komme ich ihn einmal in Kanada besuchen ... :-)
Wo lebt Dein Sohn eigentlich (in Europa - nicht bei Dir in Kanada)?

FJ
PS: Ich sitze gerade in meiner beengten, bescheidenen 40m² Genossenschaftswohnung aus den 60er Jahren und beneide alle meine Bekannten in Ihren Luxusdomizilen, wo allein das Wohnzimmer größer ist... Aber vielleicht ändert sich das doch noch einmal ... :-)

>>Hallo,
>>das ist ein gutes Beispiel einer Deflation.
>>Ich sehe hier auch überall wie die Immobilienpreise teilw. massiv verfallen.
>Anhand der amtlichen Statistik (Destatis) kann ich das nicht nachvollziehen. Der Preisindex Wohngebäude hat gerade einen kräftigen Sprung nach oben gemacht, von 102,1 im 3. Quartal 2005 auf 105,0 ein Jahr später (2000=100).
>Bauland in Deutschland kostete im Jahre 2000 durchschnittlich rund 52 Euro/Quadratmeter, 2005 waren es rund 86 Euro (+66 %).
>Wie kommst Du auf fallende Immo-Preise?



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